Deutsches Stromnetz stand Ende März offenbar kurz vor dem Kollaps

In der vergangen Woche gab es lt. „Welt-Online“ am 28. März eine sehr brenzlige Situation im deutschen Stromnetz. Die Netzstabilität im Norden konnte offenbar nur durch kurzfristig ergriffene sehr drastische Notfallmaßnahmen aufrecht erhalten werden.

Die Ursache war das sehr hohe Windkraftaufkommen in Ostdeutschland an diesem Tag in den Abendstunden, verbunden mit dem Ausfall vom Umspannwerk Helmstett (um 21 Uhr) und der zuvor erfolgten Abschaltung des Atomkraftwerks Brokdorf (um 18 Uhr).

Diese drei Ursachen führten zusammen zu einer kurzfristigen sehr kritischen Netzsituation im Übertragungsnetz beim Netzbetreiber 50Hertz. 50Hertz gab über das europäische Warnsystem TSC  gegen 21 Uhr eine Warnmeldung heraus und setzte die Ampel des „Real-time Awareness und Alarm Systems“ (RAAS) der europäischen Netzbetreiber auf gelb.

Nur die Abschaltung von mehreren tausend Megawatt konventioneller Kraftwerksleistung, die Trennung der ostdeutschen Windparks vom Netz (2200 Megawatt) und das Anwerfen von Pumpspeicherkraftwerken (1400 Megawatt) konnte die Lage entschärfen.

Aktuell werden die Stromausfälle nach der Abschaltung des AKW Brokdorf (1400 Megawatt) u.a. durch das gute Windaufkommen und die Jahreszeit kompensiert. Nach der AKW-Abschaltung bestätigte 50Hertz in einer dapd-Anfrage vor mehreren Tagen, daß „sie in einer Kälteperiode Probleme bekommen hätten“.

weitere Informationen erhalten Sie hier:

Stromseite, Hamburg entgeht nur knapp Versorgungsengpass, 29.3.2012

Welt-Online, Stromnetz geht plötzlich auf Alarmstufe „gelb“, 1.4.2012

Welt-Online, Bildergalerie über die Lage im Stromnetz, 1.4.2012

 

One thought on “Deutsches Stromnetz stand Ende März offenbar kurz vor dem Kollaps

  1. Ihr Eintrag, Deutsches Stromnetz stand Ende März offenbar kurz vor dem Kollaps | Stromerzeuger Notstromaggregat Stromgenerator, ist gut geschrieben und aufschlussreich. Herzliche Grüße!
    — Fausto

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